8. April 2024

Pflegeheime als alterspolitische Akteure

Das lokale Altersheim kann eine neue Rolle in der koordinierten Gesundheitsversorgung übernehmen. 

In meiner damaligen Funktion als Co-Leiterin der Fachstelle Alterspolitik bei GERONTOLOGIE CH durften wir im Magazin Focus von Senesuisse über unsere Sicht der Rolle von Alterszentren in der kommunalen Alterspolitik berichten. Die wichtigsten Punkte:

  • Da sich der Alltag älterer Menschen primär in ihrem direkten Wohnumfeld abspielt, ist die kommunale Ebene entscheidend für die Förderung von Gesundheit und Lebensqualität.
  • Da kleine und mittlere Gemeinden oft nur über begrenzte Ressourcen für die Alterspolitik verfügen, rücken die dort ansässigen Heime in den Fokus. Sie verfügen über das nötige Fachwissen und sollten künftig als Drehscheiben und Kompetenzzentren fungieren. Sie können Aufgaben übernehmen, die über die stationäre Pflege hinausgehen.
  • Das neue Rollenverständnis sieht Heime als Teil eines Netzwerks der Integrierten Versorgung, das die Zusammenarbeit verschiedener Akteure fördert und passende Angebote vermittelt. Dieser Prozess soll partizipativ, also gemeinsam mit der Bevölkerung und den Behörden, gestaltet werden.

In den Projekten, die ich auf Seite der Gemeinden begleite, binden wir Alters- und Pflegeheime bewusst eng mit ein. Sie sind ein wichtiges Puzzleteil in der Integrierten Versorgung und können eine neue Rolle im Gemeinwesen übernehmen.

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